Da Vincis Abendmahl wird in der Altstadt lebendig

17.06.2019

Düsseldorf. Im Rahmen der stadtweiten missionarischen Kampagne #himmelsleuchten findet am Mittwoch, 19. Juni, in der Zeit von 17 bis 19 Uhr ein spannendes Projekt in der Altstadt/Innenstadt statt. Das Abendmahl von Leonardo da Vinci wird als Straßentheater nachgestellt.

Ausgehend vom Maxhaus / Citadellstraße wird die Theatergruppe einen Rundgang über Flingerstraße, Corneliusplatz, Kö, Giradetbrücke, Am Stadtbrückchen, Mittelstraße, Carlsplatz, Bergerstraße machen und zuletzt am Marktplatz vor dem Rathaus enden. An folgenden Plätzen wird das Abendmahl gestellt: Kreuzung Flingerstraße/ Mertensgasse/ Mittelstraße; Carschhaus, Teutonenbrunnen in Höhe des Corneliusplatzes; Mittelstraße gegenüber der Bäckerei Hinkel, Bergerstraße/Flingerstraße gegenüber der Hausbrauerei „Uerige“; Rathaus.

Die Gruppe möchte in erster Linie mit ihrer Aktion darauf aufmerksam machen, dass jeder eingeladen ist, am Tisch des Herrn Platz zu nehmen. Sie möchten Jesus Christus und seiner Botschaft auf der Straße ein Gesicht geben. An die Passanten werden Postkarten mit dem Abendmahlbild und dem Hinweis „Der HERR i(s)st mit Dir“ verteilt. Auf der Rückseite ist sowohl eine Einladung zum Fronleichnamsgottesdienst am Folgetag als auch aus Psalm 23 der Vers „Du deckst mir den Tisch“ zu finden. Die Karte dient dazu, mit den Passanten ins Gespräch zu kommen. Die Gruppe legt mit dieser Aktion ein Glaubenszeugnis auf der Straße ab und ist somit auch im Kontext der Aktion der Katholischen Kirche in Düsseldorf #himmelsleuchten zu sehen.

Die meisten Düsseldorfer werden wahrscheinlich mit dem biblischen Abendmahl nicht mehr so viel anfangen können, aber dass mit dieser Aktion das Abendmahl von Leonardi da Vinci dargestellt wird, dass wird wahrscheinlich direkt erkannt. Immerhin ist es eines der bekanntesten und am häufigsten verfremdeten Kunstwerke der Geschichte. Hinzu kommt, dass der 500. Todestag von Leonardo da Vinci am 2. Mai begangen wurde.

Die Gruppe hat sich über ein Jahr lang intensiv mit der Vorbereitung des Straßentheaters beschäftigt. „Es kostet schon Überwindung, sich so den Menschen auf der Straße auszusetzen, da man ja nicht so genau weiß, was passiert“, sagt Beate Plenkers-Schneider, eine der Darstellerinnen. Diese Auseinandersetzung mit den Befürchtungen und Ängsten war ebenso wichtig wie die Frage nach der persönlichen Motivation, daran festzuhalten. Auf diesem Vorbereitungsweg sind einige abgesprungen, andere dazugekommen. „Für das Ringen um den eigenen Glauben und die Frage ‚Wo sitze ich am Tisch des Herrn?‘ – dafür möchten wir Impulsgeber sein. Wir wollen auf den Herrn hindeuten und darauf vertrauen, dass der Heilige Geist mit uns ist“, so Plenkers-Schneider.

 

Es wird zwei Gruppen geben:

1. Darsteller

Die in schwarz gekleideten 13 Darsteller sind in Anlehnung an das Original zusätzlich mit einem ihrer Rolle entsprechend gefärbtem Tuch gewandet. Jeder trägt seinen Stuhl. Die Gruppe geht schweigend hintereinander in einer Reihe durch die Straßen. Sie bleiben die gesamte Zeit in ihrer Rolle und lassen sich durch die Passanten nicht ansprechen.

Das Bild wird jeweils drei Minuten lang „eingefroren“.

2. Kommunikatoren

Sie verteilen die Postkarten und stehen für Gespräche bereit. Sie tragen die Tische und einige Requisiten (Brot/Becher/Tischdecke) und bauen die Requisiten auf und ab.

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