Der Heilige Nikolaus kommt nach Düsseldorf

03.12.2018

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Düsseldorf. Der heilige Nikolaus kommt am Donnerstag, 6. Dezember, um 10.30 Uhr mit dem Schiff über den Rhein nach Düsseldorf. Auf der Promenade am Burgplatz wird ihn Pfarrer Karl-Heinz Sülzenfuß in Vertretung für den Stadtdechanten begrüßen.

Dann lädt der Nikolaus seinen Eseln die Säcke mit Geschenken auf und zieht begleitet vom Jugendblasorchester des Benrather Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium in die St. Josephs-Kapelle in der Altstadt. Dort können die Kinder dem Nikolaus im Rahmen einer kleinen Feier ihre selbstgebackenen und gebastelten Gaben für die Altstadt-Armenküche am Burgplatz übergeben.

Anschließend geht es um 11.30 Uhr mit allen Kindern und Begleitern zum Rathaus, wo Oberbürgermeister Thomas Geisel alle im Jan-Wellem-Saal empfängt. Zum Abschluss erhalten die Kinder vom Nikolaus ein kleines Geschenk.  Alle Kinder sind eingeladen, dem Nikolaus zu helfen und für die Besucher der Altstadt-Armenküche am Burgplatz etwas zu malen, zu basteln oder zu backen. Der Nikolaus wird diese Geschenke noch am gleichen Tag den armen Menschen bringen.

 

Zum Hintergrund:

Der Heilige Nikolaus, dessen Gedenktag am 6. Dezember wohl jedes Kind kennt, ist eine der am meisten verehrten Persönlichkeiten des Christentums. Als Freund der Kinder, Patron der Gefangenen, Schutzheiliger von Seefahrern und Kaufleuten, Märtyrer, Bekenner und Nothelfer ist Nikolaus ein viel gefragter Heiliger für fast alle Lebenslagen.

 

Über die reale Gestalt des Nikolaus von Myra ist nur sehr wenig bekannt, in seiner Person vermengen sich heute wahre Geschichte, Legende und volkstümliches Brauchtum. Die historisch belegten Fakten sind schnell genannt: Nikolaus wurde zwischen 280 und 286 in Patara in der heutigen Türkei geboren. Als junger Mann wurde er Bischof von Myra. Bald danach begannen dort die Christenverfolgungen unter Kaiser Galerius Valerius Maximinus. Auch Nikolaus geriet in Gefangenschaft und wurde schwer misshandelt.

 

Noch gezeichnet von der erlittenen Folter trat er 325 auf dem Konzil von Nicäa auf, von wo es Überlieferungen gibt, die seine Handschrift tragen. Mehr aber weiß man über Leben und Wirken des Heiligen kaum, lediglich das ungefähre Todesdatum ist bekannt: Er starb an einem 6. Dezember zwischen 345 und 351.

 

Der Nikolaus-Kult, der uns heute so vertraut ist, breitete sich erst etwa zwei Jahrhunderte nach dem Tod des Heiligen aus. Ausgehend von Griechenland griff die Verehrung zunächst über die osteuropäischen Länder bis nach Russland über, wo Nikolaus im 8. Jahrhundert die größte Begeisterung entfachte und zum Patron des Landes wurde. Weitaus langsamer breitete sich der Kult um ihn in Westeuropa aus, so ab dem 10. Jahrhundert in Deutschland, Frankreich und England. Schließlich aber nahm die Verehrung des Nikolaus auch im Westen so große Dimensionen an, dass italienische Seefahrer im Jahr 1087 die Gebeine des Heiligen aus Myra raubten und nach Bari brachten. Dort wurde für die Reliquien die Basilika San Nicola, einer der bedeutendsten romanischen Kirchenbauten in Süditalien, errichtet. Dieser Nikolaus-Kirche folgten zahlreiche weitere: Insgesamt wurde der beliebte Bischof bis heute Schutzherr von mehr als 2.000 Gotteshäusern.

 

Das Brauchtum rund um die Person des heiligen Nikolaus ist heute sehr ausgeprägt. Am Vorabend des 6. Dezember besucht der Bischof mit dem weißen Bart traditionell die artigen Kinder und beschenkt sie. Vor die Tür gestellte Stiefel sind am nächsten Morgen mit Süßigkeiten gefüllt. Dieser wohl bekannteste Brauch geht auf eine der zahlreichen Legenden um den Bischof von Myra zurück: Der kam eines Nachts am Haus einer Familie vorbei, die so mittellos war, dass die drei Töchter als Prostituierte ihr Geld verdienen mussten. Damit die jungen Frauen dieses Tun beenden und heiraten konnten, warf Nikolaus drei Beutel mit Gold durch das Fenster des Hauses.

 

Eine weitere Legende, die vom mitmenschlichen Wirken des Nikolaus berichtet, ist als „Kornwunder von Myra“ bekannt geworden. Während einer Hungersnot fuhr ein mit Getreide beladenes Schiff in den Hafen von Myra ein. Da die Fracht jedoch für den Kaiser von Byzanz gedacht war, wollten die Seeleute der hungernden Bevölkerung nichts abgeben. Daraufhin traf Nikolaus mit den Seeleuten eine Abmachung: Die Bevölkerung durfte sich so viel Getreide aus dem Schiff nehmen, wie sie zum Überleben brauchte. Trotzdem fehlte anschließend von der Ladung kein einziges Korn – dank des wundertätigen Einsatzes des heiligen Nikolaus.                                                                    (Quelle: www.katholisch.de)

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