Kardinal Woelki: "Es stinkt zum Himmel"

21.12.2015

Der Kölner Kardinal Reiner Maria Woelki hat Ungerechtigkeit in der deutschen Gesellschaft angeprangert. In einem Beitrag für das Kölner Domradio sagte Woelki, Christen sollten sich für „Frieden und Gerechtigkeit schon hier auf Erden“ einsetzen. „Es stinkt und schreit zum Himmel, wenn auf der einen Seite hungernde Mütter nicht wissen, was sie ihren weinenden Kindern zu essen geben sollen, und auf der anderen Seite Wohlstandsbürger ihren Hals nicht voll genug kriegen und Lebensmittel sogar wegschmeißen!“

Einmal mehr wandte sich der Kölner Kardinal auch gegen Waffenhandel. „Ja, es schreit zum Himmel, wenn Tag für Tag grausame Waffen tausendfach den Tod bringen und auf der anderen Seite Waffenproduzenten und Rüstungshändler mit diesem Tod der Menschen ihre Geschäfte machen und dazu beitragen, dass unsere Steuereinnahmen und damit das Gemeinwohl hier steigen.“ Woelki beklagte außerdem fehlendes Engagement in der Entwicklungshilfe. „Ja, und es schreit zum Himmel, wenn über Nacht Milliarden für die Rettung von Banken bereitgestellt werden, während um die dringend notwendigen Gelder für Notleidende und Entwicklungshilfe jahrelang nur geschachert wird.“

Christen setzten auch „in dunklen Zeiten“ ihre Hoffnung auf Gott, fuhr Kardinal Woelki fort. „Wir erwarten die Geburt Jesu des Retters, der für alle Menschen da ist. Der Friedensfürst – der für Recht und Gerechtigkeit sorgt!“

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