Karl May und der interreligiöse Dialog beim „mittwochgespräch“

08.11.2012

Wie immer findet das „mittwochgespräch“ um 18:00 Uhr im Katholischen Stadthaus „Maxhaus“ an der Schulstraße 11 in der Düsseldorfer Altstadt, statt.

Karl May sagte einmal: „Ich möchte der Menschheit meinen Glauben geben, meine Liebe, meinen Gott.“ Für die einen ist Karl May ein Fantast und Betrüger – für die anderen ein genialer und sprachgewaltiger Autor. Auch 100 Jahre nach seinem Tod ist aber unbestritten: Seine Abenteuerromane prägten und begeisterten Generationen von jungen und alten Menschen.

Doch wer war dieser Karl May wirklich, der im Rückblick auf sein Leben sich selbst als die „Menschheitsfrage“ bezeichnete: missverstanden, beruflich gescheitert, als Erfolgsautor gefeiert und schließlich von Presse und Gegner gejagt? Bei allem Auf und Ab des Lebens, lässt sich jedoch eine tiefe religiöse Grundhaltung nicht abstreiten, die sich in mystischen Aspekten seiner Werke widerspiegelt. Das „mittwochgespräch“ will sich der christlich-mystischen Spiritualität Karl Mays und seiner Romanfiguren nähern.

Dr. Werner Höbsch, Jahrgang 1951, studierte Theologie in Bonn, anschließend tätig im Erzbistum Köln. Zuerst als Referent für religiöse Jugendbildung, heute als Leiter des Referates für interreligiösen Dialog und Weltanschauungsfragen. 2012 erfolgte die Promotion mit einer Arbeit zum Dialog zwischen Christentum und Buddhismus.

Zurück