Kirche St. Laurentius in Holthausen wird zum Kindergarten

16.01.2014

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Nach einem langen Entscheidungsprozess in der Seelsorgeeinheit Düsseldorfer Rheinbogen und im Erzbistum Köln, steht fest, dass die Filialkirche St. Laurentius in Holthausen geschlossen wird. Der sakrale Bau wird jedoch nicht auf der Landschaft im Stadtteil verschwinden. Vielmehr wird er eine neue und zukunftsweisende Nutzung finden: er wird zum Kindergarten. „Wir sind sehr froh, dass unsere Gremien und das Erzbistum Köln sich auf die Idee der neuen Nutzung eingelassen und die Stadt Düsseldorf für den Umbau eine Zusage gegeben haben“, betont Pfarrer Frank Heidkamp. Der Seelsorger weiß, dass der Abschied von einer Kirche immer schwer ist. „Hier haben viele Menschen geheiratet und ihre Kinder taufen lassen. Außerdem haben viele Gemeindemitglieder in Holthausen noch den Bau selber mitbekommen und unterstützt. Da fällt es immer schwer, die Türe für immer zu zumachen“, sagt Heidkamp. Ganz zugemacht wird die Türe aber auch für die Gemeinde nicht, denn es werden nicht nur die Kinder einer Kindertagesstätte in katholischer Trägerschaft mit fünf Gruppen in die Kirche einziehen. Für die Gemeinde wird die Kapelle, die jetzt noch in den Kirchenraum integriert ist, erhalten und zugänglich bleiben.

Die Gemeinde St. Joseph, zu der die Kirche St. Laurentius gehört, hatte seit 2005 bereits drei Anträge an das Erzbistum Köln gestellt, um die Kirche schließen zu dürfen. Diese Anträge wurden aber bisher abgelehnt, weil eine neue Nutzung nicht geklärt werden konnte. Nun haben der Erzbischof, der Priesterrat, die Kunstkommission und weitere Abteilungen des Erzbistums jedoch zugestimmt. Gründe für die Schließung sind die veränderten Formen des Gemeindelebens, aber auch die Sanierungsbedürftigkeit des Bauwerks. „Die Heizung muss komplett saniert und Feuchtigkeitsschäden müssen behoben werden. Dafür hat die Gemeinde aber kein Geld“, sagt Pfarrer Heidkamp. Deshalb war die Kirche in den letzten Jahren auch im Winter geschlossen und die Gottesdienste wurden alle in St. Joseph gefeiert. Heidkamp verweist auch darauf, dass die Seelsorgeeinheit Düsseldorfer Rheinbogen mit fünf Pfarrkirchen und einer weiteren Filialkirche in Wersten hervorragend mit Gottesdiensträumen ausgestattet ist. „Die Wege sind bei uns sehr kurz, so dass immer eine Kirche erreichbar ist, in der die Gläubigen den Gottesdienst mitfeiern können“, so Heidkamp.

Einen letzten Gottesdienst soll es in St. Laurentius aber noch geben. „Wir werden in den nächsten Monaten feierlich aus der Kirche ausziehen und sie damit den Kindern übergeben. Daran soll natürlich die ganze Gemeinde teilnehmen“, sagt der Pfarrer. Der genaue Termin für diese Feier steht jedoch noch nicht fest.

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