„mittwochgespräch“ diskutiert über Afghanistan

29.11.2012

Wie immer findet das „mittwochgespräch“ um 18:00 Uhr im Katholischen Stadthaus „Maxhaus“ an der Schulstraße 11 in der Düsseldorfer Altstadt, statt.

Die öffentliche Debatte um das deutsche Afghanistan-Engagement ringt auch um ethische Leitlinien: Wenn Krieg nicht sein soll und Gewalt überwunden werden muss, wie kann militärische Gewalt im Dienst des Friedens eingesetzt werden? In Afghanistan versucht die Staatengemeinschaft seit 2001 den politisch-ökonomischen Wiederaufbau. Der zugleich militärisch abgesichert ist. Stehen politischer Aufbau und militärische Absicherung in einem angemessenen Verhältnis? Ernüchterung herrscht angesichts des Versuchs, einen demokratischen Rechtsstaat in Afghanistan auf den Weg zu bringen, der sich auf fundamentale Menschenrechte verpflichtet. Wenn wir dies nicht erreichen, wie sehen ethisch vertretbare Minimalstandards aus? Welches maß an defizitärem Rechtszustand ist gerade noch akzeptabel, ohne einem Zynismus das Wort zu reden? Kirchliche Verlautbarungen pochen auf die Einheit der Menschheit und der Völkerfamilie. Aber: Wie weit reicht die Solidarität? Und wozu sind wir gegenüber der afghanischen Bevölkerung verpflichtet?

Prof. Dr. Heinz-Gerhard Justenhoven, Jahrgang 1958, ist Direktor des Instituts für Theologie und Frieden (ithf) in Hamburg. Er ist außerplanmäßiger Professor an der Theologischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.
Prof. Dr. Heinz-Gerhard Justenhoven studierte katholische Theologie und Philosophie in St. Georgen in Frankfurt am Main sowie an der Marquette University in Milwaukee/USA. 1990 promovierte er zum Dr. theol. mit einer Untersuchung über die Friedensethik des Francisco de Vitoria. Seit Oktober 1995 ist er Direktor des Instituts für Theologie und Frieden (ithf) in Hamburg. Im Februar 2006 wurde Justenhoven an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg mit einer Arbeit über „Internationale Schiedsgerichtsbarkeit zwischen ethischer Norm und Rechtswirklichkeit“ habilitiert. 2010 wird er dort zum außerplanmäßigen Professor berufen.

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