„mittwochgespräch“ zur Faszination von Todesanzeigen

18.02.2020

Düsseldorf. Todesanzeigen sind immer auch ein Spiegel ihrer Zeit und deshalb zahlreichen Veränderungen unterworfen. Margit Schröer und Dr. Susanne Hirsmüller geben in ihrem Vortrag „Nicht wirklich tot, nur ihre Adresse hat sich geändert – Kultur und Faszination von Todesanzeigen“ beim „mittwochgespräch“ am 19. Februar um 18 Uhr im Maxhaus, Schulstraße 11 nicht nur zahlreiche Beispiele für Todesanzeigen aus den letzten 100 Jahren, sondern gehen auch weiteren spannenden Fragen nach.

Wie haben sich die Jenseitsvorstellungen gewandelt? Wie zeigen sich die veränderten Lebens- und Glaubensvorstellungen in den Texten und wie wirkten sich die Individualisierung und die Entwicklung in der Medizin auf Todesanzeigen aus? Nach diesem „mittwochgespräch“ werden die Besucher die Todesanzeigen in der Tageszeitung zukünftig garantiert mit völlig anderen Augen lesen. Der Eintritt beträgt drei Euro pro Person.

Dipl.-Psych. Margit Schröer hat über 30 Jahre als leitende Psychologin in einem Düsseldorfer Krankenhaus gearbeitet. Sie ist pensioniert, lehrt noch an zwei Universitäten und verfasst Artikel zu Themen der Palliative-Care und Ethik im Gesundheitswesen. Außerdem ist sie Mitherausgeberin einer Fachzeitschrift. Zum Ausgleich sammelt sie seit sehr vielen Jahren Todesanzeigen, ihre Sammlung umfasst ca. 40.000 „Schätze“.

Dr. med. Susanne Hirsmüller ist Dozentin an der Hochschule Bremen und Lehrbeauftragte für Palliative Care an der Universität Freiburg. Von 2006 bis 2019 leitete sie das Hospiz am EVK und war 6 Jahre lang Vorsitzende des Ethikkomitees der Stiftung Evangelisches Krankenhaus. 

Zurück