„mittwochgespräche“ stellen die Machtfrage in der Kirche

07.02.2020

Düsseldorf. Längst geht es in den Debatten um eine Strukturreform der Kirche nicht mehr nur um den Diakonat der Frau, sondern um ihre Zulassung zu den kirchlichen Ämtern überhaupt. Wer das Neue Testament zum Thema befragt, wird über eine Beschreibung der wichtigen Rolle, die Frauen beim Gemeindeaufbau im 1. Jahrhundert einnahmen, hinaus die Kernfrage nach der Apostolizität der Kirche stellen müssen.

Das stärkste Bollwerk gegen eine volle Beteiligung von Frauen am kirchlichen Amt ist nach wie vor ein Konstrukt von Apostolizität, das diese durch Amtsnachfolge der Bischöfe von den Aposteln her legitimiert sieht. Eine Beschäftigung mit den Apostel-Bildern des Neuen Testaments zeigt, wie brüchig dieses Konstrukt tatsächlich ist.

„Macht in der Kirche nur für Männer – was sagt das Neue Testament?“ ist das Thema beim „mittwochgespräch“ mit Professor Dr. Michael Theobald  am 12. Februar um 18 Uhr im Maxhaus, Schulstraße 11. Der Eintritt beträgt drei Euro pro Person.

Professor Dr. Michael Theobald, Jahrgang 1948, studierte Katholische Theologie in Bonn und Münster. Nach der Promotion 1979 in Bonn und der Habilitation 1985 in Regensburg war Professor Michael Theobald von 1985 bis 1989 Professor für Biblische Theologie an der Freien Universität Berlin. Seit 1989 ist er Professor für Neues Testament an der Eberhard Karls Universität Tübingen; 2016 wurde er emeritiert. Er gehört zu den Unterzeichnern des Memorandums Kirche 2011: Ein notwendiger Aufbruch.

Zu seinen Arbeitsschwerpunkten gehören das Johannesevangelium sowie die neutestamentliche Briefliteratur. Professor Dr. Michael Theobald war einer der Bearbeiter der neuen, im September 2016 vorgestellten Einheitsübersetzung der Bibel.

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