„mittwochgespräche“ über die Brillanz des Bösen

30.09.2019

Düsseldorf. Dostojewskijs Romane sind großenteils als Krimis angelegt, in denen es freilich weniger um das klassische Mörderrätsel „Wer, Wann, Wie, Warum?“ als um die Frage nach Herkunft und Erscheinungsweisen des Bösen geht.

Zu Dostojewskijs Repertoire an negativen Figuren gehören deshalb nicht nur primitive Bösewichte à la Charles Dickens, sondern, wie das „mittwochgespräch“  am 2. Oktober um 18 Uhr im Maxhaus, Schulstraße 11, zeigt, auch und vor allem Intellektuelle wie Rodion Raskolnikow, Iwan Karamasow oder der anonyme Held der „Aufzeichnungen aus einem Kellermensch“, deren „böse" (bzw. boshafte) Rede sich durch eine Shakespeare und Schiller geschuldete rhetorische Eleganz oder, in historischer Betrachtung, durch ihre prognostische Treffsicherheit auszeichnet.

Referent und Gesprächspartner ist Professor Dr. Andreas Guski. Sein Thema lautet: „Die Brillanz des Bösen bei Dostojewski“. Der Eintritt beträgt drei  Euro pro Person.

Professor Dr. Andreas Guski, Jahrgang 1943, studierte Slavistik, Germanistik und Geschichte in Berlin, Kiel und München. Nach der Promotion 1970 in München und der Habilitation 1985 in Berlin folgten verschiedene Professuren an der Ruhr-Universität Bochum, der Universität Basel. Hier war Professor Dr. Andreas Guski unter anderem Dekan der Philosophisch-Historischen Fakultät. Im Jahre 2007 wurde er emeritiert.

 

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