Pfarrer Jürgen Hünten begleitet deutsches Olympia-Team

01.02.2018

tl_files/kathddorf/dokumente/web Hochschulseelsorger Juergen Huenten.jpgPfarrer Jürgen Hünten begleitet das deutsche Team zu den olympischen Winterspielen in Südkorea. Zusammen mit dem evangelischen Pfarrer Thomas Weber aus Gevelsberg wird der Hochschulseelsorger von Düsseldorf und Wuppertal die Athleten vom 9. bis 25. Februar betreuen.

Für seinen Einsatz in Fernost ist Jürgen Hünten schon bestens ausgestattet. Ganz gleich ob Mütze, Schal, Handschuhe, Jacke oder Hose – der Seelsorger wird im gleichen „Look“ erscheinen wie das deutsche Team. Gedanken über das Koffer packen muss sich der Düsseldorfer trotzdem machen, bevor er am 7. Februar in den Flieger nach Seoul steigt. „Ich packe einen imaginären Koffer, in dem die gesamte Bandbreite an Themen drin steckt, die die Athleten beschäftigt“, sagt Jürgen Hünten.

Für ihn ist es der erste Einsatz bei Olympischen Spielen. Erfahrungen in der Sportlerseelsorge bringt der 51-Jährige mit. In seiner Funktion als Hochschulpfarrer und Bundesvorsitzender der Konferenz für die katholische Hochschulpastoral hat er bereits zweimal die Universiaden, also die Weltmeisterschaft der Studierenden, begleitet. Da der Posten des Sportseelsorgers derzeit vakant ist, wurde er von der Deutschen Bischofskonferenz angefragt, ob er die Aufgabe für Südkorea übernehmen möchte. „Viele Sportler sind auch an einer Uni eingeschrieben. Das passt“, meint Hünten. Seinen Amtskollegen Thomas Weber kennt er bereits von den Universiaden. „Wir sind ein eingespieltes Team“, so der Seelsorger.

Kontakte zu den Sportlern, Trainern und zum Team aufbauen – das steht am Anfang seiner Aufgaben. „Wir werden  auch zu Gottesdiensten einladen. Allerdings ist es eine Herausforderung, dafür den richtigen Zeitpunkt zu finden“, erzählt er. „Die Wettkämpfe haben Vorrang und wir müssen uns die Nischen suchen. Da ist viel Flexibilität gefragt.“ Das ökumenische Seelsorger-Team steht für Gespräche bereit, ist bei Wettkämpfen und danach präsent, bietet das, was in unserem schnelllebigen Alltag oft fehlt: Zeit zum Zuhören. „Wir wollen Kirche berührbar machen, einfach da sein“, sagt Jürgen Hünten. Er  kennt die Sorgen und Nöte der Athleten, weiß, unter welchem Druck sie, aber auch die Trainer stehen: „Da hängen Existenzen von ab und mit einer Verletzung kann alles vorbei sein. Viele sind einfach froh, wenn jemand da ist, bei dem man etwas abladen kann.“ 

Wohnen werden die Geistlichen nicht im olympischen Dorf sondern durch Vermittlung der Düsseldorfer Paulus-Schwestern in einer katholischen Gemeinde in der Nähe von Gangneung an der Ostküste. Gangneung ist  neben Pyeonchang Austragungsort der Spiele. Dort befinden sich die Eissportstätten. Für Jürgen Hünten ist es nicht die erste Reise nach Südkorea. Vor drei  Jahren war er zur Universiade in Gwangju. Dem Aufenthalt sieht er mit Spannung entgegen: „Im Winter wirkt ein Land noch einmal ganz anders als im Sommer und auch die Olympischen Spiele unterliegen noch einmal ganz anderen Gesetzen.“ 

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