Professor Dr. Wilhelm Gössmann eröffnet Herbstreihe 2011 der „mittwochgespräche“

14.09.2011

Für Professor Dr. Gössmann wird diese Veranstaltung sozusagen seine Abschiedsvorlesung bei den mittwochgesprächen sein. Über viele Jahre war Professor Dr. Gössmann immer wieder ein gefragter Referent bei den mittwochgesprächen und hat den zahlreichen Hörerinnen und Hörern eindrucksvolle Vorträge geschenkt.
Die Thematik des mittwochgespräches greift ein Lebensthema von Professor Dr. Wilhelm Gössmann auf.
Der Begriff des Kulturchristentums hat in der heutigen geistigen Auseinadersetzung einen besonders hohen Stellenwert erlangt. Er besagt nicht nur, dass das Christentum in hohem Maße Kultur hervorgebracht und tradiert hat, sondern meint vor allem jene säkularisierten religiös-kulturellen Vorstellungen, wie sie seit der Aufklärung entstanden sind. Hierzu hat die Literatur einen wesentlichen Beitrag geleistet. Religion und Literatur - ein ungemein schöpferisches kulturelles Beziehungsfeld. Der Referent betrachtet Literatur nicht aus dem Blickwinkel der Theologie, sondern sieht sie als eigenständige Erkenntnisquelle und als religiöse Erfahrungsebene.

Wilhelm Gössmann, geb. 1926 im westfälischen Dorf Langenstraße bei Rüthen; Literaturwissenschaftler und Autor; 1955-60 Lehrtätigkeit in Japan; zuletzt Professor für deutsche Literatur an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf; zehn Jahre Vorsitzender der Heinrich-Heine- Gesellschaft; Gründer der 'Initiative. Verein zur Förderung der Kultur auf dem Lande'; Veröffentlichungen über moderne Dichtung, kulturchristliche Themen und das Blumenstecken; lebt in Düsseldorf und Langenstraße.

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