Rosenmontag: Karnevalswagen der Religionen

12.02.2019

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Düsseldorf. Im Düsseldorfer Rosenmontagszug wird es erstmals einen gemeinsamen Karnevalswagen von Christen, Juden und Muslimen geben. Entworfen hat den sogenannten "Toleranzwagen" der bekannte Düsseldorfer Künstler und Wagenbauer Jacques Tilly. Der Wagen soll zu einem großen Teil durch Spenden finanziert werden. Dazu haben die Religionsvertreter eine  Crowdfunding-Aktion ins Leben gerufen.

„Wir schließen uns der Initiative der Jüdischen Gemeinde gerne an. Denn wir können und müssen als Religionsgemeinschaften unseren Beitrag dazu leisten, dass unsere Gesellschaft nicht immer mehr auseinander driftet, sondern wieder mehr zusammenwächst und zusammenhält,“ sagt Stadtdechant Monsignore Ulrich Hennes für die katholische Kirche in Düsseldorf. "Ich werde es daher möglich machen, ein Stück auf dem Wagen mitzufahren", voraussichtlich gemeinsam mit dem Düsseldorfer Katholikenrats-Vorsitzenden Martin Philippen und einem Vetreter der Caritas.

32 Personen finden Platz, um vom Wagen aus Kamelle in das närrische Volk zu werfen:

Für 1911 Euro können sich Spender einen Platz auf dem Wagen sichern,

für 250 Euro bekommt man einen eigens gestalteten Karnevalsorden.

 

Idee zum Toleranzwagen von Jüdischer Gemeinde

Initiiert wurde die Aktion von Michael Szentei-Heise, dem Geschäftsführer der Jüdischen Gemeinde; außerdem werden noch Dalinc Dereköy als Vorsitzender des Kreises der Düsseldorfer Muslime und aus dem Evangelischen Kirchenkreis der Superintendent Heinrich Fucks sowie Synodalassessor Martin Fricke am 4. März im Rosenmontagszug mitfahren.

Dargestellt sind auf dem Wagen unter dem Motto "Gemeinsam jeck" die lachenden Gesichter einer evangelischen Pastorin, eines jüdischen Rabbiners, eines muslimischen Imams und eines katholischen Priesters. Neben den Personen sind auf dem Wagen auch die wichtigsten Gotteshäuser der Religionen vor dem Düsseldorfer Stadtpanorama abgebildet.

Weitere Infos: http://www.crowdrange.de/jeck/

 

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