Stadtdechant Msgr. Rolf Steinhäuser als residierender Domkapitular eingeführt

10.06.2015

Am Sonntag, den 07. Juni 2015, wurde im Hohen Dom zu Köln Stadtdechant Msgr. Rolf Steinhäuser als neues Mitglied des Metropolitankapitels eingeführt. Mit ihm wurde Msgr. Dr. Thomas Weitz in das Domkapitel aufgenommen.

 

Der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki hatte die neuen Domkapitulare im April ernannt. Dem Domkapitel obliegen die würdige Gestaltung des Domgottesdienstes, der Erhalt des Domes und die Verwaltung seines Vermögens sowie die Wahl eines neuen Erzbischofs bei Vakanz des Bischofsstuhls. Dem Gremium gehören der Dompropst, der Domdechant, zehn residierende und vier nichtresidierende Domkapitulare an.

 

Rolf Steinhäuser wurde 1952 geboren und empfing 1977 die Priesterweihe. Von 1984 bis 1989 hatte er unter anderem das Amt des Bonner Stadtjugendseelsorgers inne. 1990 wurde er Diözesan-Jugendseelsorger und Leiter der Abteilung Jugendseelsorge im Erzbischöflichen Generalvikariat sowie Rektor von Haus Altenberg. Im Dezember 1996 wurde er zum Pfarrer an St. Lambertus in Düsseldorf ernannt und gleichzeitig stellvertretender Stadtdechant. Im August 1997 übernahm Steinhäuser das Amt des Stadtdechanten von Düsseldorf. 1998 verlieh ihm Papst Johannes Paul II. den Titel Monsignore. Seit 2006 gehört Steinhäuser als nichtresidierender Domkapitular dem Domkapitel an.

 

Das Kölner Domkapitel hat zwei Wurzeln: Den an der Domkirche tätigen Klerus, der bis zur Mitte des 12. Jahrhunderts ein gemeinsames Leben nach Chorherrenregel führte, und das „Prioren-Kollegium", das aus den Äbten und Prälaten in Köln ansässiger Klöster und Stifte bestand. Auf Grund kirchenrechtlicher Bestimmungen setzte sich ab 1200 das Domkapitel als neben dem Erzbischof selbstständige, zu dessen Wahl berechtigte Körperschaft durch.

 

Seit 1825 besteht das Metropolitankapitel aus zwölf residierenden und vier nichtresidierenden Domkapitularen. Zu den residierenden Domkapitularen zählen Dompropst und Domdechant, die nichtresidierenden Kapitulare sind Dechanten aus dem Erzbistum bzw. Professoren der Bonner Katholisch-Theologischen Fakultät, die bei einer Erzbischofswahl zu dem zwölfköpfigen Kapitel hinzutreten. Die residierenden Domkapitulare sorgen für die würdige Gestaltung des Domgottesdienstes, den Erhalt des Domes und die Verwaltung seines Vermögens. Zudem nehmen sie Aufgaben in der Leitung des Erzbistums wahr. Bei der Wahl eines Erzbischofs ist das sechzehnköpfige Wahlgremium gemäß den Bestimmungen des Konkordates zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Freistaat Preußen von 1929 an einen Dreiervorschlag gebunden, den der Papst unter Würdigung verschiedener Vorschläge dem Kapitel unterbreitet.

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