Das aktuelle Mittwochgespräch

„mittwochgespräche“ werfen einen neuen Blick auf Judas

Am 18. März 2020 ist beim 1798. „mittwochgespräch“ Klaus Haarlammert der Referent und Gesprächspartner. Sein Thema lautet: „Jünger Jesu! Und Verräter? Wer war Judas eigentlich? Eine (neue) Einordnung“. Das „mittwochgespräch“ beginnt wie immer um 18:00 Uhr. Der Eintritt beträgt 3,00 Euro pro Person.

Landläufig gilt Judas als der Verräter, der Jesus an die Soldaten überliefert hat. Dieses Bild von Judas entstand schon in der Zeit der Evangelien, die sich gegen „die“ Juden abgrenzten, und setzte sich im Lauf der Geschichte immer mehr fest. Im Lauf der Zeit erhielt dieses Judas-Bild noch dazu äußerst starke Überzeichnungen – mit verheerenden Folgen. Doch genauso gab es immer schon – und in jüngerer Zeit sehr deutlich und höchst exponiert – Zweifel, ob dieses Bild von Judas richtig ist. Wer war Judas eigentlich? Was sagen die Evangelien? Wie steht Jesus zu Judas? Muss Judas in letzter Konsequenz sogar rehabilitiert werden? Vorurteilsfrei (!) und offen nach Antworten auf diese (und noch andere) Fragen zu suchen, ist ein hoch spannendes Unterfangen, dem sich das kommende „mittwochgespräch“ widmet.

Klaus Haarlammert, Jahrgang 1948, studierte in Trier und Münster Philosophie und Theologie und absolvierte danach eine Ausbildung zum Journalisten. Von 1978 bis 1985 war er Leiter der Abteilung Erwachsenenbildung im Bischöflichen Ordinariat in Speyer und Leiter der Akademie der Diözese Speyer. Von 1986 bis 2002 war er Chefredakteur der Kirchenzeitung für das Bistum Speyer, „der pilger“. Seit 2009 ist er Theologischer Berater der Redaktion und Referent beim Ökumenischen Bildungszentrum „sanctclara“.