Missionale Düsseldorf

Unter dem Leitwort „Öffnet die Türen für Christus!“ - Missionale Düsseldorf 2009 haben viele Christ/inn/en in Düsseldorf gute und interessante Erfahrungen gemacht, wie sie Menschen in Düsseldorf in einer neuen Form den Glauben an Jesus Christus anbieten können. In der Folgezeit mit dem Leitwort „Missionaleplus – Wege zu Christus“ wurden verschiedene Zugänge zum Glauben erprobt. Auf dem Weg zu einer Missionale Düsseldorf 2016 – „Aus dem Vollen schöpfen“ wurden weitere Erfahrungen gemacht, die nach breiter Diskussion im Kreis der Engagierten zu folgendem Votum führten:

 

Liebe Engagierte in der Missionale Düsseldorf,

ausgelöst durch die Mitteilung von Stadtdechant Msgr. Rolf Steinhäuser über das Ende seiner Amtszeit in Düsseldorf mussten wir die Frage klären, wie es mit der Missionale Düsseldorf 2016 weitergeht.

Diese Frage hat die Mitglieder des Kernteams und die „Runde der 72“ stark beschäftigt. In vielen Gesprächen miteinander, in den Sitzungen des Kernteams, bei zwei Treffen der 72er und in einer Beratung mit Weihbischof Dr. Dominikus Schwaderlapp haben wir die Missionale Düsseldorf 2016 aus ganz unterschiedlichen Perspektiven befragt.

Diese verschiedenen Aspekte hat die „Runde der 72“ mit dem Kernteam beraten und in dem nachstehenden Votum gebündelt. Dabei haben wir folgendes entschieden:

Die Missionale Düsseldorf 2016 wird als Großveranstaltung und übergreifende Kampagne ausgesetzt. Es soll unter dem Slogan „Aus dem Vollen schöpfen“ zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingstmontag 2016 keine stadtweite missionarische Veranstaltungsreihe geben.

Aber wir wollen mit einer wachsenden Zahl von Engagierten an einer missionarischen Pastoral in Düsseldorf weiterarbeiten und missionarische Projekte durchführen. Dazu müssen wir noch eine geeignete Struktur finden.

Schlagwortartig wollen wir einige Beweggründe für unser Votum benennen. Wir haben versucht, uns in einem kritischen Rückblick ehrlich Rechenschaft über den derzeitigen Stand zu geben:

  • An vielen Stellen innerhalb der Katholischen Kirche in Düsseldorf sind Gemeinden, Gruppierungen und Interessierte in unterschiedlicher Weise missionarisch unterwegs! Wir haben allerdings wenig Resonanz gefunden, diese und weitere Initiativen unter dem gemeinsamen Dach der Veranstaltungsform der „Missionale Düsseldorf 2016“ zu bündeln. So hat unser Einladungsbrief zur Missionale nur wenige Boten gefunden und kaum aktive Rückmeldungen ergeben.
  • Als Kernteam und als 72er haben wir es bislang nicht geschafft, die Missionale-Idee in die Fläche zu tragen und eine relevante Zahl von Missionaleteams zu gründen.
  • Bei den Missionale-Werkstätten – als Vorbereitungstreffen für Aktive aus Gemeinden und Gruppen – ist kein wirkliches Wachstum bei den Teilnehmerzahlen erfolgt.
  • Alle für 2015 gedachten Vorbereitungs-Veranstaltungen, die in besonderer Weise auf die Missionale hinweisen sollten (Leipzigfahrt, Düssel-Wallfahrt, Ausstellung mit Anselm Grün), sind ausgefallen
  • Wir haben ernste Anfragen an unsere Kampagnenfähigkeit für eine miteinander abgestimmte missionarische Pastoral.

Bei vielen Gruppen, Gemeinden, Organisationen und Verbände scheint eher eine Bestandswahrung und vertraute Vereinsmeierei das vorrangige Interesse zu sein, anstatt sich neu auf die Menschen und ihre „Freude und Hoffnung, Trauer und Angst“ (vgl. GS 1) einzulassen.

  • Andere in der Kirche Engagierte haben zurzeit andere Prioritäten als eine missionarische Pastoral. Das kann man beklagen, aber umso mehr freuen wir uns beispielsweise an dem sehr breiten Engagement auch in unserer Kirche für Flüchtlinge in Düsseldorf.
  • Wir haben es jedoch nicht geschafft, diese „Themen der Zeit“ (z.B. Flüchtlinge) mit einem missionarischen Aufbruch in Verbindung zu bringen, obwohl wir fest davon überzeugt sind, dass hier missionarische Arbeit im besten Sinne geschieht.
  • Vielleicht ist es uns miteinander nicht hinreichend gelungen, die einzelnen Vorstellungen über Formen und Arbeitsweise einer neuen Missionale Düsseldorf zu harmonisieren.
  • Auch wenn Msgr. Steinhäuser in Düsseldorf bleiben würde, wären wir – früher oder später – zu der genannten Analyse gekommen. Sein Fortgehen hat unser Hinsehen und Urteilen nur beschleunigt.
  • Ein neuer Stadtdechant soll unserer Meinung nach ausreichend Zeit haben, sich in Düsseldorf einzufinden. Denn erst dann kann er sich als Stadtdechant auch in die Planung und Durchführung einer breit angelegten Missionale einbringen.

Die Mitglieder des Kernteams und aus der „Runde der 72“ wollen – möglichst mit vielen anderen Engagierten – die Anliegen einer missionarischen Pastoral in Düsseldorf engagiert und aktiv weiterverfolgen.

Uns sind dabei die Formen des Engagements noch nicht endgültig deutlich.

Aber wir glauben, dass wir miteinander durch die Planung und Gestaltung von gelingenden und begeisternden Projekten das Bewusstsein für eine missionarische Ausrichtung unserer Kirche stärken können.

Einige Möglichkeiten sollen dies illustrieren:

  • Wir könnten bereits in den Blick genommene missionarische Projekte wie z.B. die tolle „Brunnen-Aktion“ im SB Angerland / Kaiserswerth mittragen und unterstützen.
  • Wir greifen den Faden „Orte der Hoffnung“ neu auf und entwickeln diese Aktion miteinander weiter.
  • Wir informieren uns über gelingende Projekte und Ideen innerhalb und außerhalb von Düsseldorf.
  • Wir experimentieren, unterstützen einander und lernen miteinander.

Für all das freuen wir uns über jede und jeden, der diesen Ansatz mittragen und aktiv unterstützen will und kann.

Düsseldorf, den 23. Juni 2015

Das Kernteam der Missionale:
Michael Hänsch
Georg Lingnau
Beate Plenkers-Schneider
Theo Schleiden
Esther Tschuschke

[Link zur 2009er-Seite: „Öffnet die Türen für Christus!“ - Missionale Düsseldorf 2009  ]

[Link zur 2016er Seite: Missionale Düsseldorf 2016 – „Aus dem Vollen schöpfen“  ]

 

Kontakt:

Michael Hänsch
Geschäftsführer
Katholische Kirche in Düsseldorf
Citadellstraße 2
40213 Düsseldorf
Tel.: 0211 / 90 10 223
Fax: 0211 / 90 10 222
Mail: haensch@katholisches-duesseldorf.de