Breites Bündnis für Demokratie in Garath

21.02.26, 17:00
Sabine Polster
Protest

Düsseldorf. Der Stadtteil Garath wird am Montag, 23. Februar, zum Ort des demokratischen Widerstands. Während AfD-Politiker Björn Höcke im Kulturhaus-Süd erwartet wird, formiert sich ein Bündnis aus Kirche, Politik und Zivilgesellschaft unter dem Motto „Für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Nächstenliebe.“ Die Katholische Kirche in Düsseldorf setzt gemeinsam mit der Evangelischen Kirche in Düsseldorf, dem Kreis der Düsseldorfer Muslime (KDDM), der Jüdischen Gemeinde, dem „Düsseldorfer Appell“, dem Bündnis „Düsseldorf stellt sich quer“ (DSSQ), der Bürgerinitiative „Garath tolerant und weltoffen“ sowie weiteren Partnern ein deutliches Zeichen gegen Rechtsextremismus.

Auftakt um 17 Uhr in der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche

Das Zentrum des kirchlichen Protests bildet die Dietrich-Bonhoeffer-Kirche in der Julius-Raschdorff-Straße. Noch vor dem offiziellen Auftakt um 17 Uhr in der Kirche versammelt sich bereits um 16.30 Uhr der Pfarrkonvent zu einem Andachtsimpuls von Pfarrer Carsten Hilbrans. Der Beginn ist bewusst interreligiös gestaltet: Die abrahamitischen Religionsgemeinschaften werden die Veranstaltung unter dem Titel „Für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Nächstenliebe“ gemeinsam eröffnen. Neben dem evangelischen Düsseldorfer Superintendenten Heinrich Fucks und dem stellvertretenden Stadtdechanten Monsignore Oliver Boss werden unter anderen Redouan Aoulad-Ali, KDDM, Michael Szentei-Heise, Jüdische Gemeinde Düsseldorf, Henrike Tetz, Förderkreis Mahn- und Gedenkstätte, Carsten Pütz und Burkhard Schnieder, Bezirksbürgermeister und Klaudia Hilger, Pastoralreferentin, Statements abgeben. Musikalisch wird die Stunde durch die Kirchengemeinde und den Chor „Joyful Voices Garath“ gerahmt. Ab 18 Uhr dann Teilnahme an den Protesten zwischen der Kirche und dem Anne-Frank-Haus. 

Fußgängerzone wird zur  leuchtenden Protestzone

Parallel dazu verwandelt die Bürgerinitiative „Garath tolerant und weltoffen“ den Stadtteil in eine leuchtende Protestzone. Geplant ist eine „bunte Bürgermeile“ mit vielen Lichtern in der Fußgängerzone. Die Route verbindet symbolträchtige Orte: Von der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche (Julius-Raschdorff-Straße) zum Anne-Frank-Haus (Miep-Gies-Platz) über die weiteren Stationen am Heinrich-von-Brentano-Platz und am Nikolaus-Groß-Platz.

Protestmärsche rund um das Bürgerzentrum 

Während die Kirche den Fokus auf ein unmissverständliches Wertebekenntnis und klare Worte legt, organisiert das Bündnis DSSQ den lautstarken Protest auf der Straße. Angemeldet ist parallel ein Protestzug, der vom S-Bahnhof Garath über die Koblenzer und Frankfurter Straße führen wird, um die Ablehnung gegenüber dem Auftritt im Kulturhaus-Süd unüberhörbar zu machen. Interessierten wird empfohlen, mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen, da Parkplatze rund um die Kirche rar sind.