Das Maxhaus feiert 20. Geburtstag

16.09.26, 10:00
Sabine Polster
maxhaus-duesseldorf-impressionen-22 (c) Maxhaus

Düsseldorf.  Ein ehemaliges Franziskanerkloster, in dessen Mauern schon Heinrich Heine zur Schule ging, und heute ein offenes Haus mitten in der Düsseldorfer Altstadt: Das Maxhaus verbindet Geschichte und Gegenwart auf besondere Weise. Seit 20 Jahren ist es als Katholisches Stadthaus an der Schulstraße 11 ein Ort der Begegnung, des Dialogs und der Kultur. Dieser runde Geburtstag wird am Samstag, 26. September, mit einem Aktionstag unter dem Motto „Mehr als willkommen“ gefeiert. Von 11 bis 16 Uhr sind alle Interessierten eingeladen, das Haus kennenzulernen, wiederzuentdecken und gemeinsam zu feiern. Livemusik, Mitmachaktionen, kleine Überraschungen und verschiedene Möglichkeiten zum Austausch sorgen für einen abwechslungsreichen Nachmittag. Gäste können das Haus und seine besonderen Räume erkunden, ins Gespräch kommen und auf zwei Jahrzehnte Maxhaus anstoßen.

Ehemaliges Franziskanerkloster

Dabei blickt das Gebäude selbst auf eine weitaus längere Geschichte zurück: Bereits 1661 ließen sich Franziskaner auf dem Gelände der heutigen Schulstraße nieder und errichteten dort ein Kloster. Das Kloster entwickelte sich zu einem wichtigen Ort für Bildung, Seelsorge, Armenfürsorge und Krankenpflege. Nach der Säkularisation im frühen 19. Jahrhundert wurde das ehemalige Kloster unter anderem als Schule genutzt. Von 1804 bis 1814 besuchte Heinrich Heine hier die Grundschule und das Lyzeum. Auch der bis heute erhaltene Antoniussaal mit seiner prächtigen barocken Stuckdecke geht auf die klösterliche Vergangenheit zurück – er war einst das Refektorium, also der Speisesaal der Franziskaner.

Wechselvolle Geschichte

Diese wechselvolle Geschichte ist bis heute spürbar und prägt den besonderen Charakter des Hauses. Ende der 1990er-Jahre begannen die Planungen, das ehemalige Kloster zu einem modernen katholischen Stadthaus umzubauen. Dabei stießen die Verantwortlichen auf archäologische Spuren aus der Vergangenheit, darunter alte Grundmauern und Gebeine früher auf dem Klostergelände bestatteter Franziskaner. Am 22. September 2006 wurde das neu gestaltete Maxhaus schließlich von Kardinal Joachim Meisner eingeweiht. 

Offener Kultur- und Begegnungsort

Seitdem hat sich das Haus zu einem offenen Kultur- und Begegnungsort im Herzen der Stadt entwickelt. Konzerte, Lesungen, Ausstellungen, Vorträge, spirituelle Angebote und Diskussionen bringen Kirche, Kultur und gesellschaftliche Themen miteinander ins Gespräch. Das historische Gebäude mit seinem Kreuzgang, dem überdachten Klosterhof im Innern und dem Antoniussaal bietet dafür einen außergewöhnlichen Rahmen. Auch Gastronomie gehört zum Konzept: Im Klosterhof lädt das Bistro-Café zum Verweilen und zur Begegnung ein. „Mehr als willkommen“ – so lautet das Motto des Jubiläumstages. Der Claim bringt auf den Punkt, wofür das Maxhaus heute steht: für Gastfreundschaft und Offenheit und für einen Ort, an dem Besucherinnen und Besucher mehr finden als eine Veranstaltung, ein Konzert oder ein Mittagessen. Begegnung, Austausch, Kultur, Inspiration oder einfach eine kleine Auszeit mitten in der Stadt – vieles ist möglich. Zum 20. Geburtstag öffnet das Maxhaus seine Türen deshalb ganz besonders weit und lädt dazu ein, dieses „Mehr“ zu entdecken. Der Eintritt ist frei.

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