Erzbistum Köln: Wirtschaftsplan 2026

13.01.26, 13:15
Sabine Polster

Erzbistum Köln. Das Erzbistum Köln hat am 12. Januar den Wirtschaftsplan für das Jahr 2026 veröffentlicht. Darin rechnet das Erzbistum mit einer stabileren wirtschaftlichen Situation als im Vorjahr. In der Folge erwartet es geringfügig höher ausfallende Kirchensteuereinnahmen von insgesamt 674 Millionen Euro netto. Dies sind 1,3 Prozent mehr als in der Prognose für 2025. Ergänzt um Erträge aus Zuweisungen und Zuschüssen, Umsatzerlöse und sonstige Erträge ergibt sich ein Gesamtertrag von 925 Millionen Euro, denen prognostizierte Aufwendungen von 967 Millionen Euro gegenüberstehen. Unter Berücksichtigung eines positiven Finanzergebnisses von 39 Millionen Euro ergibt sich ein Jahresfehlbetrag von 2,8 Millionen Euro. Dieser wird aus der Ausgleichsrücklage bestritten.

Vorsorge als Zukunftsprinzip 

Trotz eines verhalten optimistischen Blicks in das Jahr 2026 trifft das Erzbistum im Rahmen seiner „Verantwortung für morgen“ weiterhin konsequente Vorsorge. Dazu dienen der Wirtschaftliche Rahmenplan und das Transformationsprogramm, mit dem strukturelle Weichen für die Zukunft gestellt werden, die sich bereits 2026 finanziell positiv auswirken werden. Unter dem Dach des Transformationsprogramms werden 2026 zentrale Projekte wie „Verwaltung Pastorale Einheiten“, „Kita-Träger“, „Serviceangebote für Pastorale Einheiten“ und „Pfarrliche Immobilien“ vorangetrieben.

Laufende Projekte als Investition in die Zukunft 

Weitere Projektmittel belaufen sich auf rund 35,6 Millionen Euro, davon entfallen rund 19,2 Millionen Euro auf Bauprojekte. Dies sind zum Beispiel 3,5 Millionen Euro für die Sanierung des Daches und der Fassade der romanischen Kirche Groß St. Martin und die finale Beseitigung der Flutschäden am Sankt-Angela-Gymnasium Bad Münstereifel mit fünf Millionen Euro. Im Rahmen seiner Verpflichtung zur Klimaneutralität investiert das Erzbistum rund um die Wärmewende 14 Millionen Euro. Im Übrigen wird auch 2026 die Flüchtlingshilfe „Aktion Neue Nachbarn“ mit rund 4,8 Millionen Euro gefördert. Die Katholino gGmbH, die als Trägergesellschaft für kirchengemeindliche Kindertagesstätten gegründet worden ist und langfristig zu erheblichen Einsparungen in der Verwaltung der Kitas führen wird, erhält 2026 Zuschüsse von rund 40 Millionen Euro. Schließlich wird das wichtige Projekt „Potenzialanalyse Pfarrliche Immobilien“ mit zwei Millionen Euro auf den Weg gebracht.

Pastorale und karitative Aufgaben weiter im Fokus

Für den Kern der pastoralen Aufgaben, die regionale Seelsorge (245 Millionen Euro) und die besonderen pastoralen Aufgaben (89 Millionen Euro), stehen insgesamt 334 Millionen Euro zur Verfügung. Für Bildung und Wissenschaft sind 68 Millionen Euro und für Kitas 78 Millionen Euro vorgesehen. Die umfangreichen Aufgaben der Caritas werden mit 64 Millionen Euro weiter stabilisiert, Mission und Entwicklungshilfe erhalten Zuwendungen in Höhe von 41 Millionen Euro. Für pastorale und karitative Aufgaben stehen im Jahr 2026 damit insgesamt zwölf Millionen Euro mehr zur Verfügung als 2025.

Wirtschaftlicher Rahmenplan als Fundament der Konsolidierung

„Die Umsetzung des Wirtschaftlichen Rahmenplans mit dem Ziel Ausgaben und Einnahmen langfristig auszugleichen bleibt auch 2026 unser erklärtes Ziel“, erklärt Gordon Sobbeck, Ökonom des Erzbistums Köln. „Gleichzeitig werden mit dem Transformationsprogramm und den dort geplanten Veränderungen strukturelle Weichen für die Zukunft gesetzt, die es uns ermöglichen, Synergieeffekte zu nutzen und deutlich spürbare Entlastungen in der Verwaltung zu erzielen.“ 

Weitere Informationen:

Der vollständige Wirtschaftsplan für 2026 (162 Seiten) sowie eine Kurzversion als Flyer mit häufig gestellten Fragen und Antworten sind abrufbar unter: www.erzbistum-koeln.de/erzbistum/finanzen/wirtschaftsplan/