Düsseldorf. Trauer gehört zum Leben und beginnt oft lange vor dem Tod. In vielen Aufgabenfeldern werden Menschen in Zeiten von Abschied, Verlust und existenzieller Verunsicherung haupt- und ehrenamtlich begleitet. Dabei geht es um das Gestalten von Räumen, das Entwickeln von Ritualen und echte Begegnung. Um Erfahrungen aus der Praxis und unterschiedliche Traditionen und Perspektiven zusammenzubringen, lädt ein ökumenischer Fachtag am Freitag, 11. September, von 9 bis 16 Uhr zum Austausch ein. Die Veranstaltungsorte sind das Lambertushaus, Stiftsplatz 7, sowie das Maxhaus, Schulstraße 11.
Grußworte und Impulsvorträge
Zu Beginn stehen Grußworte von Superintendent Heinrich Fuck und Stadtdechant Frank Heidkamp auf dem Programm. Danach folgen Impulsvorträge von Dr. Kristin Jahn, Literaturwissenschaftlerin, Theologin und Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentages, und Professor Dr. Giovanni Maio, Mediziner, Philosoph und Medizinethiker mit dem Schwerpunkt „Ethik der Verletzlichkeit“, gefolgt von einem gemeinsamen Gespräch der beiden Referierenden.
Verschiedene Workshops
Am Nachmittag können die Impulse in Workshops weitergeführt werden. Das Themenspektrum reicht von eigenen Abschiedserfahrungen (Peter Krogull, Stiftungspfarrer der Graf-Recke-Stiftung) über die Kraft der Musik (Kantor Markus Belman, Seelsorgebereichsmusiker St. Lambertus) und die Trauerbegleitung von Kindern und Jugendlichen (Gemeindereferentin für Schulpastoral Elke Chladek) bis hin zu moderner Trauerkultur am Beispiel der „Mobilen Trauerhaltestelle“ (Dr. Simon J. Walther, Kulturbeauftragter beim Bundesverband Deutsche Bestatter). Der fünfte Workshop befasst sich mit der schöpferischen Trauerarbeit durch die japanische Handwerkskunst Kintsugi (Kursleiterin Anja Schmidt), die Schönheit in der Unvollkommenheit und der Vergänglichkeit sucht.
Organisiert wird die Veranstaltung gemeinsam vom Ökumenischen Trauernetzwerk, dem ASG Bildungsforum und der Evangelischen Stadtakademie. Die Veranstaltungsleitung liegt bei Marie Euteneuer, Pfarrerin Elisabeth Schwab, Dr. Gabriela Köster und Dr. Regina Plaßwilm.