Veranstaltungsreihe: „Demenz mitten-drin!“

07.08.26, 15:00
Sabine Polster

Düsseldorf. Unter dem Motto „Demenz mitten-drin!“ finden von September bis November zahlreiche Veranstaltungen im Düsseldorfer Süden statt. Die Initiative rückt ein Thema in den Fokus, das immer mehr Familien betrifft: Demenzerkrankte gehören in die Mitte der Gesellschaft und nicht an ihren Rand. Initiatorin und Organisatorin der Reihe ist Sabine Otten, Gemeindereferentin und Diplom-Sozialpädagogin. Was ursprünglich als kleines Projekt rund um den Welt-Alzheimertag gedacht war, hat sich dank ihres Engagements zu einer breiten Reihe entwickelt, die alle Generationen anspricht. 

Projekt verbindet Kultur, Seelsorge, Fachaustausch und Humor

Das Projekt verbindet Kultur, Seelsorge, Fachaustausch und Humor. Das Angebot reicht von philosophischen Impulsen über Lesungen bis hin zu praxisnahen Workshops für pflegende Angehörige. Im Mittelpunkt stehen dabei Begegnungen zwischen Jung und Alt etwa bei gemeinsamen Theaterbesuchen oder Singnachmittagen. Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller hat die Schirmherrschaft übernommen. Organisatorin Sabine Otten betont das Anliegen des Projekts: „Menschen mit Demenz sollen nicht am Rande unserer Gesellschaft und unserer Gemeinden stehen, ihr Platz ist mitten-drin bei uns. Demenz betrifft immer mehr Menschen, die trotz ihrer Krankheit wichtig und kostbar bleiben. Ich bin sehr dankbar für das große Interesse und die tatkräftige Unterstützung aus der gesamten Region, die dieses vielfältige Programm erst möglich gemacht haben.“

Eröffnung am 1. September

Die Veranstaltungsreihe wird am Dienstag, 1. September, um 17 Uhr im Matthäus-Haus, René-Schickele-Straße 4 mit einem spirituell-philosophischen Impuls eröffnet. Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller spricht ein Grußwort und eröffnet die Projektwochen offiziell. Bei einem Imbiss besteht dann Gelegenheit für persönlichen Austausch. Weiter geht es dann mit einer Lesung mit Peggy Elfmann. Am Dienstag, 8. September, liest die Autorin um 19.30 Uhr in der Benrather Buchhandlung Dietsch aus ihren Büchern „Mamas Alzheimer und wir“ sowie „Meine Eltern werden alt“. Sie berichtet eindrücklich von ihren persönlichen Erfahrungen mit der Erkrankung in der Familie und gibt Hoffnung für den veränderten Alltag.
Generationen-Theater bietet „Die Geschichte vom Fuchs, der den Verstand verlor“. Das Kom’ma Theater führt ein behutsames und humorvolles Stück auf, das Vorschulkinder und Senioren aus lokalen Einrichtungen zusammenbringt. Die Aufführungen finden am Mittwoch, 16. September, im Matthäus-Haus sowie am Dienstag, 13. Oktober, im Cäcilienstift jeweils von 10 bis 11 Uhr statt.

Workshop „Demenz-Impro“ 

Einen Workshop „Demenz-Impro“ bietet Georg Brinkmann am Montag, 5. Oktober, sowie am Donnerstag, 5. November, an. Der Humortrainer der Stiftung „Humor Hilft Heilen“ vermittelt pflegenden Angehörigen im Matthäus-Haus Methoden aus dem Improvisationstheater. Die zweistündigen Einheiten werden jeweils von 10 bis 12 Uhr und von 13 bis 15 Uhr angeboten und helfen dabei, dem Betreuungsalltag mit spielerischer Leichtigkeit zu begegnen.
Das vollständige Programm ist online abrufbar unter: https://demenz-mitten-drin.de. Anmeldung zu den Workshops über das Pastoralbüro St. Matthäus per E-Mail: info@st-matthaeus-duesseldorf.org oder unter Telefon: 0211 / 70 17 77.