Zeichen für Toleranz und Frieden

05.02.26, 10:45
Sabine Polster
Toleranzwagen 2026 (c) Sabine Polster

Düsseldorf. Düsseldorf Helau! Der neue Toleranzwagen ist fertig und wurde am Mittwoch den Medienvertretern in der Wagenbauhalle vorgestellt. Zum fünften Mal ist der Wagen der Religionen am Start, um ein Zeichen zu setzen für Toleranz, Frieden und Freiheit. Im Düsseldorfer Rosenmontagszug, der am 16. Februar durch die Straßen der Landeshauptstadt ziehen wird, ist er längst ein Aushängeschild. 

Wichtig ist, Gemeinschaft zu Leben

Wagenbauer Jacques Tilly und sein Team haben ihm ein frisches Design verpasst: Im Fokus steht der europäische Teil der Weltkugel auf der sich acht Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Religionsgemeinschaften die Hände reichen. Er steht unter dem Motto „Toleranz ist das Fundament des Friedens“. „Es wird viel über Toleranz geredet, entscheidend ist aber auch danach zu handeln. Uns ist es wichtig, die Gemeinschaft zu leben und das machen wir mit diesem Wagen deutlich“, sagt Stadtdechant Frank Heidkamp. 

Brandmauer aufbauen gegen Autokraten 

Alle Beteiligten freuen sich auf den Rosenmontag und betonten, wie wichtig es sei angesichts der weltweiten Entwicklungen und dem zunehmenden Rechtsruck ein deutliches Zeichen für Toleranz und Freiheit zu setzen. „Liberale Ideen geraten immer mehr unter Druck und hier müssen wir als Demokraten zusammenrücken und gemeinsam eine Brandmauer aufbauen gegen Autokraten und Angriffe auf unsere Lebensform“, so Wagenbauer Jacques Tilly. 

Anzahl der teilnehmenden Religionsgemeinschaften ist auf acht angewachsen

Die Anzahl der teilnehmenden Religionsgemeinschaften ist seit der Premiere in 2019 von vier auf acht angewachsen. Neben Katholiken, Protestanten, Juden und Muslimen sind in den vergangenen zwei Jahren Kopten, Baptisten und Aleviten hinzugekommen. Neu mit an Bord sind in diesem Jahr die Buddhisten. Außerdem fahren als Ehrengäste Thorsten Latzel, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, und Sylvia Löhrmann, Antisemitismus-Beauftragte des Landes NRW, mit. Dass der Toleranzwagen bei den Jecken am Straßenrand gut ankommt, bestätigt der frühere Verwaltungsdirektor der Jüdischen Gemeinde Michael Szentei-Heise: „Der Wagen ist jedes Jahr sehr gefeiert worden.“

 

Hier gibt es den Toleranzwagen zu sehen